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Fassade streichen ohne Reinigung: gute Idee oder teurer Fehler?

Ist es wirklich eine gute Idee, die Fassade ohne Reinigung zu streichen – oder zahlt man später doppelt?
Lesezeit:5 Minuten
Eine helle Putzfassade wird mit einem Farbroller auf einer Teleskopstange frisch gestrichen. Im Hintergrund ist grüne Vegetation zu sehen.

Wer eine Fassade optisch auffrischen will, steht oft vor der Frage: Muss ich wirklich zuerst reinigen oder reicht es, einfach drüberzustreichen? Schließlich sieht die Wand doch „noch ganz okay“ aus – und das Budget ist knapp.

Doch was auf den ersten Blick nach einer cleveren Abkürzung aussieht, kann langfristig zum kostspieligen Fehler werden. Unter dem Schmutz lauern oft Probleme, die man mit Farbe nicht einfach überdecken kann.

Funktioniert Streichen ohne Reinigung?

Die kurze Antwort lautet: Nein – jedenfalls nicht so, wie viele Hausbesitzer es sich erhoffen.
Ein Fassadenanstrich ist kein reiner Schönheitsanstrich, sondern ein technisches Schutzsystem, das die Bausubstanz vor Feuchtigkeit, Schadstoffen und Bewuchs schützt. Damit dieses System funktioniert, braucht es eine saubere, tragfähige Grundlage.

Was passiert auf ungereinigten Flächen?

  • Biologische Verunreinigungen wie Algen, Pilze oder Moose bilden eine Trennschicht zwischen Putz und neuer Farbe. Der frische Anstrich haftet schlecht und kann schon nach kurzer Zeit abblättern oder Blasen werfen.
  • Atmosphärische Ablagerungen wie Ruß, Feinstaub oder Abgase wirken fettig und verhindern die Verbindung zwischen Untergrund und Beschichtung.
  • Substratbedingte Probleme – beispielsweise kreidende Altanstriche oder Salzausblühungen – machen den Untergrund instabil und führen dazu, dass selbst hochwertige Farben nicht haften.

Kurzfristige Folgen

Wer ohne Reinigung streicht, erkauft sich bestenfalls für einige Monate eine scheinbar saubere Optik. Danach treten häufig Abplatzungen, Blasenbildung und das Durchschlagen von Flecken auf. Auch Mikroorganismen überleben unter der Farbschicht und können schnell erneut wachsen.

Langfristige Schäden

Noch gravierender sind die bauphysikalischen Folgen:

  • Feuchtigkeit kann ungehindert in den Putz eindringen.
  • Frostsprengungen und Schimmelbildung im Innenbereich sind mögliche Konsequenzen.
  • Die Lebensdauer des Anstrichs sinkt drastisch – statt 10 bis 15 Jahre hält er oft nur 1 bis 3 Jahre.

Die Rolle von Schmutz, Algen und Schimmel

Fassaden sind Tag für Tag der Witterung, Umwelteinflüssen und biologischem Bewuchs ausgesetzt.

Biologischer Bewuchs als Trennschicht

Algen, Pilze, Moose und Flechten gedeihen vor allem dort, wo Feuchtigkeit und Schatten zusammentreffen – typisch sind Nordseiten, Fassaden mit Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) oder Flächen in der Nähe von dichter Vegetation.

  • Die Mikroorganismen bilden eine biologische Trennschicht, die verhindert, dass frische Farbe dauerhaft haftet.
  • Unter der Farbschicht bleiben Sporen aktiv, sodass es nach kurzer Zeit zu erneutem Bewuchs kommt.
  • Auf Dauer entsteht sogar Biokorrosion: Die Organismen zersetzen den Untergrund.

Atmosphärische Ablagerungen

Ruß, Feinstaub und Abgase setzen sich als feiner, oft fettiger Film auf der Fassade ab. Dieser Belag wirkt wie eine unsichtbare Trennschicht, die neue Farbe abstößt. Selbst hochwertige Farben können auf solch verschmutzten Flächen nicht dauerhaft anhaften.

Substratbedingte Rückstände

Neben äußeren Einflüssen spielt auch der Zustand des Materials selbst eine Rolle:

  • Kreidende Altanstriche durch UV-Zersetzung sind nicht tragfähig.
  • Salzausblühungen durch Feuchtigkeit und Kristallisation sprengen neue Anstriche regelrecht ab.
  • Pflanzenrückstände wie Efeu- oder Tannineinschlüsse bleiben als störende Schicht zurück.

Konsequenz für den Anstrich

Schmutz, Algen und Schimmel sind keine bloßen Schönheitsfehler. Wer sie einfach überstreicht, riskiert Abblättern, Blasenbildung und einen Anstrich, der schon nach kurzer Zeit erneuert werden muss.

Untergrundprüfung – bevor die Farbe draufkommt

Eine Fassade darf nicht einfach überstrichen werden. Selbst wenn sie sauber wirkt, ist nicht automatisch gewährleistet, dass der Untergrund tragfähig ist. Profis prüfen deshalb zuerst den Zustand des Materials – denn nur ein stabiler und vorbereiteter Untergrund kann die neue Beschichtung dauerhaft halten.

Sicht- und Materialtests

  • Wischprobe: Mit der Hand oder einem Tuch über die Fläche reiben. Wenn Kreide oder Pulver abfärbt, ist der Altanstrich nicht mehr tragfähig.
  • Kratzprobe: Mit einem Spachtel leicht über den Putz kratzen. Löst sich Material oder bröckelt der Untergrund, ist er zu schwach für einen neuen Anstrich.
  • Klopfprobe: Klingt eine Fläche hohl, deutet das auf Putzablösungen hin – hier muss vor dem Anstrich ausgebessert werden.

Haftungstests

  • Klebebandtest: Ein Klebeband wird auf die Fassade gedrückt und ruckartig abgezogen. Bleibt Farbe daran hängen, ist der Untergrund nicht geeignet.
  • Gitterschnitt-Test: Mit einem Messer wird ein kleines Schnittmuster eingeritzt. Wenn sich mehr als 30 % der Quadrate ablösen, hält neue Farbe nicht.

Saugfähigkeit prüfen – Wassertest

Tropft man etwas Wasser auf die Fläche, zeigt das Verhalten viel über die Oberfläche:

  • Perlt es ab → Untergrund ist haftkritisch.
  • Zieht es sofort ein → Tiefgrund ist nötig.
  • Benetzt es gleichmäßig → optimal für einen Anstrich.

Erst wenn die Fassade sauber, tragfähig und geprüft ist, lohnt sich der Griff zum Pinsel.

Professionelle Reinigung als Basis

Eine langlebige Fassadensanierung beginnt immer mit der richtigen Vorbereitung. Ohne gründliche Reinigung fehlt jedem neuen Anstrich die Grundlage.

Warum Reinigung unverzichtbar ist

Die Fassade ist nicht nur ein optisches Aushängeschild, sondern vor allem eine Schutzschicht für das Gebäude. Damit Farbe ihre technische Funktion erfüllen kann – Schutz vor Feuchtigkeit, UV-Strahlung und Bewuchs – muss der Untergrund frei von Schmutz, Algen, Pilzen und losen Altanstrichen sein.

Vorteile einer professionellen Fassadenreinigung

Bevor über einen neuen Anstrich nachgedacht wird, lohnt sich oft schon ein Blick auf die Möglichkeiten einer professionellen Fassadenreinigung. In vielen Fällen reicht sie nicht nur völlig aus, sondern ist auch wirtschaftlicher, umweltschonender und nachhaltiger als ein Neuanstrich.

Deutlich günstiger als ein Neuanstrich

Die Reinigung mit professionellen Verfahren wie der schonenden Niederdrucktechnik kostet oft nur ein Drittel eines vollständigen Anstrichs. Sie sparen bis zu 70 % der Kosten – ohne auf ein optisch überzeugendes Ergebnis zu verzichten.

Erhalt der vorhandenen Bausubstanz

Beim Streichen wird oft in bestehende Schichten eingegriffen, was zu Problemen mit Altputz oder älteren Beschichtungen führen kann. Eine Reinigung dagegen belässt die Substanz unberührt, entfernt aber gezielt Schmutz, Algen, Pilze oder Schadstoffe.

Keine Gerüste nötig

Wir arbeiten mit Teleskoplanzen und Hebebühnen. Das spart zusätzliche Gerüstkosten und verkürzt die Ausführungszeit deutlich.

Umweltschonend durch Wasseraufbereitung

Das bei der Reinigung anfallende Schmutzwasser wird aufgefangen, aufbereitet und wiederverwendet.

Nachhaltige Sauberkeit durch Langzeitschutz

Nach der Reinigung wird eine spezielle Schutzbehandlung aufgetragen. Sie verhindert für bis zu 5 Jahre das erneute Auftreten von Algen, Schimmel und anderen Verunreinigungen. Dadurch verlängert sich die Zeit bis zur nächsten Maßnahme erheblich.

Wertsteigerung der Immobilie

Eine saubere, gepflegte Fassade steigert die Attraktivität und den Marktwert jeder Immobilie – sei es für Eigentümer, Mieter oder potenzielle Käufer.

Fazit

Wer seine Fassade streichen möchte, sollte sich eines bewusst machen: Farbe haftet nur so gut wie der Untergrund. Ob Algen, Ruß oder Staub – sie alle wirken wie eine Trennschicht und führen dazu, dass selbst der beste Anstrich nicht hält.

Eine professionelle Fassadenreinigung entfernt nicht nur Schmutz und biologische Belastungen gründlich, sondern schafft die optimale Grundlage für alles Weitere – sei es ein neuer Anstrich oder einfach langanhaltende Sauberkeit mit Langzeitschutz.

  • Bis zu 70 % günstiger als ein Neuanstrich
  • Ohne Gerüst, schnell und umweltschonend
  • Technisch notwendig für Haftung, Schutz und Werterhalt

Unser Tipp: Lassen Sie eine kostenlose Probefläche reinigen und überzeugen Sie sich selbst vom Ergebnis. So sehen Sie direkt, ob Ihre Fassade überhaupt einen neuen Anstrich braucht – oder ob Reinigung und Nachbehandlung schon völlig ausreichen.

FAQ: Fassade streichen ohne Reinigung

Kann man eine Fassade wirklich ohne Reinigung streichen?

Technisch ist es möglich, aber nicht empfehlenswert. Ohne Reinigung haftet die neue Farbe schlecht, Verschmutzungen schlagen durch, und die Haltbarkeit reduziert sich drastisch.

Was passiert, wenn man die Fassade einfach überstreicht?

In den meisten Fällen bilden sich schon nach kurzer Zeit Abplatzungen, Blasen oder Flecken. Algen und Schimmelsporen überleben unter der Farbschicht und kommen schnell wieder durch.

Spart man Geld, wenn man die Reinigung weglässt?

Kurzfristig ja, langfristig nein. Ein ungeeigneter Anstrich hält oft nur wenige Jahre. Dann müssen Reinigung, erneuter Anstrich oder sogar Sanierungsmaßnahmen nachgeholt werden – deutlich teurer als die fachgerechte Reinigung vorab.

Gibt es Ausnahmen, in denen Reinigung nicht nötig ist?

Nur in seltenen Fällen – etwa bei frisch verputzten Flächen oder wenn der Altanstrich nachweislich tragfähig und sauber ist. Ohne eine fachliche Untergrundprüfung bleibt das aber ein Risiko.

Welche Schäden können durch das Streichen ohne Reinigung entstehen?

  • Abblätternde Farbe
  • Feuchteflecken und Verfärbungen
  • Frostschäden im Putz
  • Algen- und Schimmelwachstum
  • Wertverlust der Immobilie

Wann sollte man die Fassade neu streichen?

Lebensdauer von Fassadenanstrichen

  • Im Schnitt hält ein Fassadenanstrich 10–15 Jahre, abhängig von Farbe, Putzart und Witterung.
  • Bei hochwertigen, professionellen Beschichtungen kann die Lebensdauer sogar darüber liegen.

Optische Anzeichen

  • Deutliche Farbverblassung durch UV-Strahlung
  • Abblätternde Farbe oder Kreidefilm (weißer Abrieb beim Darüberstreichen)

Technische Schäden

  • Risse im Putz, die Wasser eindringen lassen
  • Hohlstellen oder Abplatzungen im Untergrund

Schutzfunktion gegen Witterung

Ein Fassadenanstrich ist nicht nur dekorativ, sondern schützt das Gebäude vor Feuchtigkeit, Frost und Schadstoffen. Wenn dieser Schutz nachlässt, drohen Frostschäden, Schimmelbildung im Inneren und Dämmverlust.

Wann sollte man die Fassade reinigen?.

Bei sichtbaren Verschmutzungen

  • Grünliche Beläge (Algen, Moose, Flechten) – oft auf schattigen oder feuchten Seiten des Hauses
  • Schwarze Verfärbungen (Schimmel, Abgase, Ruß)
  • Farbveränderungen durch Feinstaub, Straßenverkehr oder Industrieabgase

Vor einem Fassadenanstrich

  • Reinigung ist Pflicht, bevor neu gestrichen wird.
  • Nur so kann die Farbe richtig haften und Schäden wie Abblättern oder Blasenbildung werden verhindert.

Nach besonderen Belastungen

  • Nach Baustellen in der Nähe (Staub, Schmutz, Zementreste)
  • Nach Fassadenschäden durch Wasser (z. B. nach Unwettern oder bei undichten Dachrinnen)

Wenn der erste Eindruck leidet

  • Für Immobilienbesitzer, Vermieter oder Unternehmen ist eine saubere Fassade auch eine Visitenkarte.
  • Spätestens wenn die Fassade „grau und müde“ wirkt, lohnt sich eine Reinigung – oft reicht das schon, um wieder wie frisch gestrichen auszusehen.

Faustregel:

  • Regelmäßig kontrollieren – besonders im Frühjahr und Herbst.
  • Bei sichtbarem Algen- oder Schimmelbefall sofort handeln.
  • Vor jedem Neuanstrich ist eine Reinigung unverzichtbar.

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