Wer eine Fassade optisch auffrischen will, steht oft vor der Frage: Muss ich wirklich zuerst reinigen oder reicht es, einfach drüberzustreichen? Schließlich sieht die Wand doch „noch ganz okay“ aus – und das Budget ist knapp.
Doch was auf den ersten Blick nach einer cleveren Abkürzung aussieht, kann langfristig zum kostspieligen Fehler werden. Unter dem Schmutz lauern oft Probleme, die man mit Farbe nicht einfach überdecken kann.
Die kurze Antwort lautet: Nein – jedenfalls nicht so, wie viele Hausbesitzer es sich erhoffen.
Ein Fassadenanstrich ist kein reiner Schönheitsanstrich, sondern ein technisches Schutzsystem, das die Bausubstanz vor Feuchtigkeit, Schadstoffen und Bewuchs schützt. Damit dieses System funktioniert, braucht es eine saubere, tragfähige Grundlage.
Wer ohne Reinigung streicht, erkauft sich bestenfalls für einige Monate eine scheinbar saubere Optik. Danach treten häufig Abplatzungen, Blasenbildung und das Durchschlagen von Flecken auf. Auch Mikroorganismen überleben unter der Farbschicht und können schnell erneut wachsen.
Noch gravierender sind die bauphysikalischen Folgen:
Fassaden sind Tag für Tag der Witterung, Umwelteinflüssen und biologischem Bewuchs ausgesetzt.
Algen, Pilze, Moose und Flechten gedeihen vor allem dort, wo Feuchtigkeit und Schatten zusammentreffen – typisch sind Nordseiten, Fassaden mit Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) oder Flächen in der Nähe von dichter Vegetation.
Ruß, Feinstaub und Abgase setzen sich als feiner, oft fettiger Film auf der Fassade ab. Dieser Belag wirkt wie eine unsichtbare Trennschicht, die neue Farbe abstößt. Selbst hochwertige Farben können auf solch verschmutzten Flächen nicht dauerhaft anhaften.
Neben äußeren Einflüssen spielt auch der Zustand des Materials selbst eine Rolle:
Schmutz, Algen und Schimmel sind keine bloßen Schönheitsfehler. Wer sie einfach überstreicht, riskiert Abblättern, Blasenbildung und einen Anstrich, der schon nach kurzer Zeit erneuert werden muss.
Eine Fassade darf nicht einfach überstrichen werden. Selbst wenn sie sauber wirkt, ist nicht automatisch gewährleistet, dass der Untergrund tragfähig ist. Profis prüfen deshalb zuerst den Zustand des Materials – denn nur ein stabiler und vorbereiteter Untergrund kann die neue Beschichtung dauerhaft halten.
Tropft man etwas Wasser auf die Fläche, zeigt das Verhalten viel über die Oberfläche:
Erst wenn die Fassade sauber, tragfähig und geprüft ist, lohnt sich der Griff zum Pinsel.
Eine langlebige Fassadensanierung beginnt immer mit der richtigen Vorbereitung. Ohne gründliche Reinigung fehlt jedem neuen Anstrich die Grundlage.
Die Fassade ist nicht nur ein optisches Aushängeschild, sondern vor allem eine Schutzschicht für das Gebäude. Damit Farbe ihre technische Funktion erfüllen kann – Schutz vor Feuchtigkeit, UV-Strahlung und Bewuchs – muss der Untergrund frei von Schmutz, Algen, Pilzen und losen Altanstrichen sein.
Bevor über einen neuen Anstrich nachgedacht wird, lohnt sich oft schon ein Blick auf die Möglichkeiten einer professionellen Fassadenreinigung. In vielen Fällen reicht sie nicht nur völlig aus, sondern ist auch wirtschaftlicher, umweltschonender und nachhaltiger als ein Neuanstrich.
Die Reinigung mit professionellen Verfahren wie der schonenden Niederdrucktechnik kostet oft nur ein Drittel eines vollständigen Anstrichs. Sie sparen bis zu 70 % der Kosten – ohne auf ein optisch überzeugendes Ergebnis zu verzichten.
Beim Streichen wird oft in bestehende Schichten eingegriffen, was zu Problemen mit Altputz oder älteren Beschichtungen führen kann. Eine Reinigung dagegen belässt die Substanz unberührt, entfernt aber gezielt Schmutz, Algen, Pilze oder Schadstoffe.
Wir arbeiten mit Teleskoplanzen und Hebebühnen. Das spart zusätzliche Gerüstkosten und verkürzt die Ausführungszeit deutlich.
Das bei der Reinigung anfallende Schmutzwasser wird aufgefangen, aufbereitet und wiederverwendet.
Nach der Reinigung wird eine spezielle Schutzbehandlung aufgetragen. Sie verhindert für bis zu 5 Jahre das erneute Auftreten von Algen, Schimmel und anderen Verunreinigungen. Dadurch verlängert sich die Zeit bis zur nächsten Maßnahme erheblich.
Eine saubere, gepflegte Fassade steigert die Attraktivität und den Marktwert jeder Immobilie – sei es für Eigentümer, Mieter oder potenzielle Käufer.
Wer seine Fassade streichen möchte, sollte sich eines bewusst machen: Farbe haftet nur so gut wie der Untergrund. Ob Algen, Ruß oder Staub – sie alle wirken wie eine Trennschicht und führen dazu, dass selbst der beste Anstrich nicht hält.
Eine professionelle Fassadenreinigung entfernt nicht nur Schmutz und biologische Belastungen gründlich, sondern schafft die optimale Grundlage für alles Weitere – sei es ein neuer Anstrich oder einfach langanhaltende Sauberkeit mit Langzeitschutz.
Unser Tipp: Lassen Sie eine kostenlose Probefläche reinigen und überzeugen Sie sich selbst vom Ergebnis. So sehen Sie direkt, ob Ihre Fassade überhaupt einen neuen Anstrich braucht – oder ob Reinigung und Nachbehandlung schon völlig ausreichen.
Technisch ist es möglich, aber nicht empfehlenswert. Ohne Reinigung haftet die neue Farbe schlecht, Verschmutzungen schlagen durch, und die Haltbarkeit reduziert sich drastisch.
In den meisten Fällen bilden sich schon nach kurzer Zeit Abplatzungen, Blasen oder Flecken. Algen und Schimmelsporen überleben unter der Farbschicht und kommen schnell wieder durch.
Kurzfristig ja, langfristig nein. Ein ungeeigneter Anstrich hält oft nur wenige Jahre. Dann müssen Reinigung, erneuter Anstrich oder sogar Sanierungsmaßnahmen nachgeholt werden – deutlich teurer als die fachgerechte Reinigung vorab.
Nur in seltenen Fällen – etwa bei frisch verputzten Flächen oder wenn der Altanstrich nachweislich tragfähig und sauber ist. Ohne eine fachliche Untergrundprüfung bleibt das aber ein Risiko.
Lebensdauer von Fassadenanstrichen
Optische Anzeichen
Technische Schäden
Schutzfunktion gegen Witterung
Ein Fassadenanstrich ist nicht nur dekorativ, sondern schützt das Gebäude vor Feuchtigkeit, Frost und Schadstoffen. Wenn dieser Schutz nachlässt, drohen Frostschäden, Schimmelbildung im Inneren und Dämmverlust.
Bei sichtbaren Verschmutzungen
Vor einem Fassadenanstrich
Nach besonderen Belastungen
Wenn der erste Eindruck leidet
Faustregel: