Grünspan ist ein umgangssprachlicher Sammelbegriff für grünliche Beläge und Verfärbungen an Fassaden. In den meisten Fällen steckt dahinter Algenbewuchs, oft begleitet von weiteren Ablagerungen, die die Oberfläche dunkler und fleckiger wirken lassen. Typisch ist das vor allem dort, wo Feuchtigkeit regelmäßig steht oder langsam abtrocknet, zum Beispiel an Wetterseiten, in Schattenlagen oder in Bereichen mit wenig Luftbewegung.
Das Problem ist nicht nur optisch. Grünspan kann die Fassade dauerhaft unruhig wirken lassen, weil sich die Verfärbung nicht gleichmäßig verteilt, sondern zonenweise stärker ausprägt. Gleichzeitig bleibt die Oberfläche länger feucht, was den Bewuchs begünstigt und den Effekt beschleunigt. Wer dann versucht, den Belag einfach „wegzuwaschen“, riskiert schnell helle Flecken, aufgeraute Stellen oder eine beschädigte Struktur. Genau deshalb lohnt sich ein materialschonender, kontrollierter Ansatz, der die Ursache mitdenkt und die Fassade gleichmäßig sauber macht.
Die Hauptursache ist fast immer Feuchtigkeit. Sobald eine Fassade regelmäßig nass wird und nicht vollständig abtrocknet, haften sich Schmutzpartikel aus der Luft schneller an, und der Belag wird mit der Zeit immer stabiler. Danach verstärkt sich der Effekt selbst: Dunklere Bereiche erwärmen sich schlechter, halten Feuchte länger und bieten Grünspan damit noch bessere Bedingungen. Genau deshalb lohnt es sich, die Ursachen zu verstehen, bevor man die Fassade von Grünspan reinigen will.
Typische Gründe, warum Grünspan entsteht, sind:
Wichtig ist: Grünspan entsteht selten plötzlich. Meist beginnt es in kleinen Bereichen und breitet sich schrittweise aus. Je früher die Ursachen behoben und die Oberfläche schonend wieder in Ordnung gebracht wird, desto leichter erreicht man ein gleichmäßiges Fassadenbild ohne unnötige Eingriffe.
Hausmittel sind kein Ersatz für eine fachgerechte Fassadenreinigung. Sie eignen sich höchstens als vorsichtiger Erstversuch bei kleinen, gut erreichbaren Bereichen, zum Beispiel am Sockel oder an einer Teilfläche, die Sie sicher vom Boden aus bearbeiten können. Sobald größere Flächen betroffen sind, die Fassade empfindlich ist (Putz, WDVS, Anstriche) oder die Verschmutzung schon lange sitzt, steigt das Risiko für Flecken, Strukturveränderungen und sichtbare Reinigungsränder deutlich.
Bevor Sie überhaupt starten, legen Sie eine kleine Testfläche an einer unauffälligen Stelle an. Nur so sehen Sie ehrlich, was wirklich passiert:
Wichtig: Die Bewertung nicht sofort, sondern nach dem vollständigen Trocknen vornehmen. Erst dann zeigt sich, ob die Fläche wirklich gleichmäßig wirkt.
Grundprinzip: So wenig Mittel wie möglich, so viel wie nötig. Kein hoher Druck. Immer zuerst an einer unauffälligen Stelle testen.
A) Bürste und Wasser (Startlösung)
B) Schmierseife-Lauge (mild, gut steuerbar)
C) Natron statt Soda (sanftere Alternative)
D) Keine Säuren (Essig/Zitronensäure) auf diesen Untergründen
Kurz-Check vor dem Start
Hinweis für Putz und WDVS: Kein hoher Wasserdruck. Zu viel Druck kann die Oberfläche aufrauen oder beschädigen, danach setzt sich Grünspan oft schneller wieder fest und die Fläche wirkt fleckig.
Wenn der Belag direkt auf Kupfer sitzt, gelten andere Regeln.
Hausmittel können bei kleinen, gut erreichbaren Stellen funktionieren. Es gibt aber Situationen, in denen das Risiko für Flecken, Struktur- und Materialschäden deutlich höher ist.
Sobald es nicht mehr um eine kleine Stelle am Sockel geht, sondern um größere Fassadenbereiche, wird DIY schnell unkontrollierbar: ungleichmäßige Reinigung, sichtbare Übergänge und Sicherheitsrisiken (Leiter, Dachkante, Hanglage). Ein Fachbetrieb kann Druck, Temperatur, Düsenabstand und Wirkzeiten konstant halten und damit ein ruhiges Gesamtbild herstellen.
Bei bestimmten Untergründen ist die Oberfläche schnell „verändert“, auch wenn der Belag scheinbar weg ist:
Hier ist Erfahrung entscheidend, damit die Oberfläche nach dem Trocknen einheitlich bleibt.
Typisch sind helle Inseln, matte Zonen oder wolkige Flächen nach Hochdruck oder falschen Mitteln. In solchen Fällen geht es nicht mehr nur um das Entfernen des Belags, sondern um Korrektur und ein gleichmäßiges Ergebnis. Das erfordert ein materialgerechtes Vorgehen.
Wer den Fassadenwert erhalten will, braucht eine Reinigung, die die Oberfläche schont und optisch gleichmäßig wirkt. Professionelle Verfahren arbeiten kontrolliert, materialgerecht und vermeiden typische DIY-Fallen wie zu hohen Druck, falsche Mittel oder ungleichmäßige Teilflächenreinigung.
Wenn Grünspan großflächig auftritt oder die Oberfläche empfindlich ist, zählt vor allem eins: ein gleichmäßiges Ergebnis ohne Materialstress. Genau dafür ist unser Purify-Verfahren ausgelegt. Wir arbeiten kontrolliert, materialgerecht und mit einem klaren Ablauf, damit die Fassade nach der Reinigung nicht nur „heller“, sondern wieder ruhig und sauber wirkt.
Bevor wir starten, prüfen wir die Oberfläche und legen bei Bedarf eine Probefläche an. Das ist der wichtigste Schritt, um sicherzustellen, dass Farbton, Struktur und Gleichmäßigkeit erhalten bleiben. Gerade bei hellen Fassaden, Strukturputz oder WDVS zeigt erst die Testfläche, wie das Material reagiert und welches Vorgehen das beste Ergebnis bringt.
Grünspan sitzt oft fester, als er aussieht. Deshalb lösen wir den Belag zuerst mit einem speziell abgestimmten Reiniger, der für Fassaden entwickelt ist. Die Vorbehandlung sorgt dafür, dass sich Algen und Ablagerungen kontrolliert vom Untergrund trennen, ohne die Oberfläche mechanisch zu überlasten.
Im nächsten Schritt spülen wir die gelösten Verschmutzungen schonend ab. Entscheidend ist nicht „viel Druck“, sondern die richtige Kombination aus Wasserführung, Temperatur und Abstand. So bleibt die Oberfläche intakt, die Struktur wird nicht aufgeraut und das Ergebnis wirkt nach dem Trocknen gleichmäßig, ohne helle Inseln oder Reinigungsränder.
Nach der Reinigung ist die Fassade wieder offen und sauber, genau das ist der ideale Zeitpunkt für den nächsten Schritt: unseren Langzeitschutz. Diese Nachbehandlung zieht in die Oberfläche ein und reduziert die Neubildung von Grünspan, weil sich Feuchtigkeit und organische Ablagerungen schlechter festsetzen können. Das Ergebnis bleibt deutlich länger sauber, und die Fassade sieht nicht nur kurzzeitig besser aus, sondern langfristig gepflegt.
Grünspan an der Fassade entsteht nicht zufällig, sondern fast immer dort, wo Feuchtigkeit regelmäßig wirkt und die Oberfläche zu langsam abtrocknet. Wer das Problem nur „wegschrubbt“, riskiert schnell Flecken, Strukturveränderungen oder sichtbare Reinigungsränder, besonders bei Putz, Anstrichen und gedämmten Fassaden. Hausmittel können höchstens bei kleinen, gut erreichbaren Stellen funktionieren.
Sobald der Belag großflächig ist, die Fassade empfindlich reagiert oder ein gleichmäßiges Ergebnis wichtig ist, lohnt sich der professionelle Weg. Mit einer materialgerechten Reinigung und anschließendem Langzeitschutz bleibt die Oberfläche nicht nur sauber, sondern das Ergebnis hält auch deutlich länger. Wenn Sie Ihre Fassade von Grünspan reinigen möchten, ohne Substanz zu riskieren, ist eine schonende, kontrollierte Vorgehensweise der sicherste und oft auch wirtschaftlichste Schritt.
In der Praxis ist damit fast immer Grünbelag gemeint, also vor allem Algenbewuchs und teilweise feine Moosfilme. Das wirkt grünlich bis dunkel und tritt besonders dort auf, wo die Fassade lange feucht bleibt.
Optisch ist es oft der erste Auslöser, aber Grünbelag hält die Oberfläche länger feucht. Dadurch kann sich der Bewuchs schneller ausbreiten und das Fassadenbild wird mit der Zeit immer unruhiger und fleckiger.
Ja, aber nur eingeschränkt: kleine, gut erreichbare Stellen können Sie vorsichtig reinigen. Wichtig sind eine Testfläche an unauffälliger Stelle, mildes Vorgehen und Geduld. Bei größeren Flächen oder empfindlichen Fassaden steigt das Risiko für Flecken und Schäden deutlich.
Typische Gründe sind zu hoher Wasserdruck, ungleichmäßiges Arbeiten, falsche Mittel oder ein saugender Untergrund. Oft sieht es während der Reinigung gut aus, aber nach dem Trocknen bleiben helle Inseln, Ränder oder Strukturunterschiede sichtbar.
In den meisten Fällen nein. Zu viel Druck kann Oberflächen aufrauen, Beschichtungen beschädigen und bei Putz oder WDVS den Untergrund stressen. Das kann die Fassade langfristig anfälliger machen, sodass Grünspan schneller zurückkommt.
Empfindlich sind vor allem strukturierte Putze, gestrichene Fassaden, Naturstein und WDVS. Ein guter Hinweis ist auch, wenn die Fläche beim Wassertest stark nachdunkelt und langsam trocknet oder wenn Anstriche kreiden (weißer Abrieb bei trockenem Wischen).
Eine Probefläche zeigt realistisch, wie Material und Farbton nach der Reinigung reagieren, besonders nach dem vollständigen Trocknen. So vermeiden Sie Überraschungen wie Flecken, matte Stellen oder sichtbare Übergänge.
Wenn der Belag großflächig ist, Bereiche schwer erreichbar sind, die Fassade empfindlich reagiert (Putz, WDVS, Naturstein, Anstriche) oder wenn frühere Reinigungsversuche bereits Flecken hinterlassen haben.
Nicht unbedingt. In vielen Fällen reicht eine materialgerechte Reinigung aus, um die Optik sichtbar zu verbessern. Ein Neuanstrich ist eher dann sinnvoll, wenn die Oberfläche bereits stark geschädigt ist oder Beschichtungen ohnehin erneuert werden müssen.