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Eternitfassade reinigen: Verschmutzungen sicher entfernen

Eternit ist kein gewöhnliches Fassadenmaterial. Warum Standardmethoden problematisch sein können und was stattdessen sicher ist, erfahren Sie hier.
Lesezeit:4 Minuten
Achim Bitzer reinigt eine Eternitfassade mit schonender Niederdrucktechnik und entfernt Algen und Verschmutzungen fachgerecht.

Eternitfassaden gelten als langlebig und witterungsbeständig. Mit den Jahren zeigen sich jedoch typische Verschmutzungen wie Algen, dunkle Läufer, Umweltablagerungen oder gleichmäßige Vergrauung. Optisch wirkt die Fassade schnell ungepflegt, obwohl die Substanz häufig noch gut erhalten ist. Eine fachgerechte Reinigung kann hier viel bewirken und ist in vielen Fällen eine wirtschaftliche Alternative zum Neuanstrich oder zur Sanierung.

Asbestverdacht bei Eternitfassaden: Material prüfen, Risiken vermeiden

Der wichtigste Punkt vorab ist jedoch die Materialfrage. Bei älteren Eternit- bzw. Faserzementfassaden besteht häufig Asbestverdacht. Asbest ist krebserzeugend und Arbeiten an asbesthaltigen Baustoffen unterliegen in Deutschland strengen gesetzlichen Vorgaben (TRGS 519). Als Faustregel gilt: Faserzementplatten, die bis etwa Ende 1990 oder Anfang 1991 verbaut wurden, sind oft asbesthaltig. Obwohl die Herstellung und Verwendung seit den frühen 1990er Jahren stark eingeschränkt und seit 1993 verboten ist, gibt es immer noch entsprechende Platten, die vereinzelt noch bis heute verbaut sind. Bei neueren Eternitfassaden handelt es sich dagegen meist um asbestfreie Materialien.

Genau deshalb ist bei der Reinigung besondere Vorsicht geboten. Unsachgemäße Methoden wie hoher Druck, trockenes Bearbeiten oder aggressive Verfahren sind nicht nur materialschädigend, sondern können bei asbesthaltigen Platten auch ein ernstes Gesundheitsrisiko darstellen. Vor jeder Reinigung muss daher geklärt werden, um welches Material es sich handelt und welche Maßnahmen zulässig sind.

Beläge und Verdunkelung bei Eternitfassaden: Biofilme, Algen, Pilze und mineralische Ablagerungen

Eine Verdunkelung der Eternitfassade hat in der Praxis fast nie nur eine einzige Ursache. Meist entsteht sie durch das Zusammenspiel verschiedener Arten von Verschmutzungen. Optisch wirken diese Beläge oft ähnlich und äußern sich als graue Schleier, Flecken oder dunkle Zonen. In ihrer Wirkung unterscheiden sie sich jedoch deutlich. Manche verfärben lediglich die Oberfläche, andere entwickeln sich weiter und beschleunigen die erneute Verschmutzung.

Biofilme als Ausgangspunkt vieler Verschmutzungen

In vielen Fällen bildet ein Biofilm die Grundlage für weitere Ablagerungen. Er entsteht oft unauffällig und bereitet den Boden für andere Belagsarten.

Ein dünner Anfangsfilm ist häufig kaum sichtbar, verändert aber bereits den Farbeindruck der Fassade. Gleichzeitig bindet er Feuchtigkeit, wodurch die Oberfläche länger nass bleibt und Verschmutzungen schneller wachsen. Auf dieser dauerhaft feuchten Schicht können sich Algen und Pilze deutlich leichter ansiedeln und festsetzen.

Algen und Moose: grüne und dunkle Bereiche

Algenbeläge treten selten gleichmäßig auf. Stattdessen konzentrieren sie sich auf bestimmte Zonen, was die Fassade fleckig wirken lässt und sie optisch altern lässt.

Typisch sind schattige Bereiche, Zonen rund um Fallrohre oder Stellen mit geringer Luftbewegung. Das Wachstum erfolgt langsam über Jahre hinweg und wird daher oft als normale Alterung wahrgenommen. Problematisch ist jedoch, dass sich Algen tief in der Oberflächenstruktur verankern können.

Pilzbefall und dunkle Verfärbungen

Dunkle Flächen sind nicht automatisch klassische Verschmutzungen. Häufig handelt es sich um Spuren von Pilzkolonien, die den Farbton sichtbar absenken und die Fassade insgesamt düster wirken lassen.

Diese Verfärbungen sind nicht immer tiefschwarz, sondern zeigen sich auch grau, bräunlich oder streifenförmig. Sie treten bevorzugt dort auf, wo die Oberfläche dauerhaft feucht bleibt. Im Vergleich zu normalem Staub haften sie oft deutlich stärker und lassen sich durch ungeeignete Reinigungsversuche kaum entfernen.

Mineralische Ablagerungen und atmosphärische Einflüsse

Mineralische Verschmutzungen erzeugen häufig den Eindruck einer gleichmäßigen Verdunkelung ohne sichtbare Grünfärbung. Sie verstärken den Alterungseffekt und binden andere Beläge zusätzlich.

Feine Staub- und Rußpartikel lagern sich besonders in der Nähe von Straßen, Parkplätzen oder Industriegebieten ab. Hinzu kommen Ausblühungen und Wasserläufer, die sich typischerweise unter Fensterbänken, an Kanten oder in Bereichen mit dauerhaftem Wasserabfluss zeigen. Diese mineralischen Schichten wirken oft wie ein Bindemittel, das biologische Verschmutzungen regelrecht fixiert und widerstandsfähiger macht.

Professionelle Reinigung der Eternitfassade: Niederdrucktechnik und Schutz nach der Reinigung

Eine professionelle Reinigung einer Eternitfassade unterscheidet sich grundlegend von einer herkömmlichen Fassadenwäsche. Ziel ist nicht, Verschmutzungen mit möglichst viel Kraft zu entfernen, sondern Beläge kontrolliert und materialschonend zu lösen. Gerade bei Eternit ist dieses Vorgehen entscheidend, da die Oberfläche empfindlich reagiert und bei älteren Fassaden zusätzlich Asbestgefahr bestehen kann.

Niederdrucktechnik als Basis für sichere Reinigung

Der Kern des professionellen Vorgehens liegt in der gezielten Reduzierung mechanischer Belastung. Ein niedriges Arbeitsdruckniveau verhindert das Abtragen der oberen Materialschicht und vermeidet das Freilegen oder Auswaschen von Fasern. Druck, Abstand und Sprühwinkel werden exakt auf den Zustand der jeweiligen Eternitfassade abgestimmt. So bleibt die Oberflächenstruktur erhalten, ohne Aufrauen, ohne sichtbare Schäden und ohne unnötige Belastung des Materials.

Gerade bei älteren Faserzementplatten mit möglichem Asbestanteil ist dieser Punkt besonders wichtig. Hoher Druck oder mechanische Einwirkung können Fasern freisetzen und stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Die Niederdrucktechnik minimiert dieses Risiko, da sie ohne aggressive Einwirkung auskommt und die Oberfläche nicht verletzt.

Entfernung von Belägen ohne mechanischen Stress

Beim Reinigen einer Eternitfassade geht es nicht nur darum, den sichtbaren Schmutz zu entfernen, sondern auch die Prozesse zu stoppen, die zur Verschmutzung geführt haben.

Biofilme, Algen und andere Beläge werden gelöst, ohne die Oberfläche abzuschneiden oder zu beschädigen. Durch die gleichmäßige Bearbeitung der gesamten Fläche lassen sich Streifen, Wolken oder Flecken vermeiden. Nach dem Abtrocknen wirkt die Fassade optisch ruhig, homogen und gleichmäßig.

Im Gegensatz zu aggressiven Waschmethoden entsteht kein kurzfristiger Reinigungseffekt, der nach wenigen Monaten durch erneutes Nachdunkeln zunichte gemacht wird. Die Oberfläche bleibt stabil und reagiert deutlich langsamer auf neue Umwelteinflüsse.

Warum eine Schutzbehandlung nach der Reinigung wichtig ist

Eine gereinigte Eternitfassade ohne anschließenden Schutz bleibt offen und aufnahmefähig. Feuchtigkeit, Staub und Umweltpartikel können sich dann sogar schneller wieder festsetzen als zuvor.

Eine Schutzbehandlung reduziert die Wasseraufnahme und verlangsamt die Neubildung von Belägen deutlich. Dabei bleibt die Dampfdiffusionsfähigkeit erhalten, die Fassade wird nicht versiegelt und kann weiterhin „atmen“. Der saubere Gesamteindruck hält dadurch nicht nur Monate, sondern meist über Jahre hinweg.

Besonders Fassaden in schattigen Lagen, an Nordseiten oder in der Nähe von Verkehrs- und Industriequellen profitieren von diesem zusätzlichen Schutz.

Das Ergebnis eines professionellen Gesamtkonzepts

  • Keine Beschädigungen und keine sichtbaren Bearbeitungsspuren
  • Ein gleichmäßiges Fassadenbild ohne Streifen oder Flecken
  • Deutlich verlangsamte erneute Verschmutzung
  • Kosteneinsparung gegenüber Neuanstrich oder Austausch der Platten

Fazit

Eternitfassaden verlieren im Laufe der Jahre häufig an optischer Qualität. Algen, Biofilme, dunkle Verfärbungen und mineralische Ablagerungen sind in den meisten Fällen ein oberflächliches Problem, das sich mit der richtigen Herangehensweise nachhaltig lösen lässt. Entscheidend ist dabei nicht die reine Reinigungskraft, sondern das Verständnis für Material, Verschmutzungsart und mögliche Risiken, insbesondere bei älteren Fassaden mit Asbestverdacht.

Eine fachgerechte Reinigung mit Niederdrucktechnik in Kombination mit einer anschließenden Schutzbehandlung stellt eine sichere, materialschonende und wirtschaftliche Alternative zu Neuanstrich oder Austausch dar. Sie erhält die Oberfläche, vermeidet Gesundheitsgefahren und sorgt für ein gleichmäßiges, dauerhaft gepflegtes Erscheinungsbild. Wer seine Eternitfassade langfristig erhalten möchte, sollte daher auf ein professionelles Gesamtkonzept setzen, das Substanz, Optik und Sicherheit gleichermaßen berücksichtigt.

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