Im Frühjahr und Sommer tritt ein Phänomen immer wieder auf: Plötzlich wirken Fassaden, Fenster und Außenflächen matt, fleckig und leicht rötlich verfärbt. Die Ursache ist häufig Saharastaub. Feine Mineralpartikel aus Nordafrika werden durch starke Winde nach Europa transportiert und lagern sich bei Regen als sogenannte „Blutregen“-Spuren auf Oberflächen ab.
Doch was bedeutet das konkret für Ihre Fassade und wie sollte man damit umgehen?
Saharastaub besteht aus extrem feinen Sand- und Mineralpartikeln, die über tausende Kilometer transportiert werden. Treffen diese Partikel auf Regen, verbinden sie sich mit Wasser und setzen sich als rotbraune, gelbliche oder graue Schicht auf Fassaden ab.
Typisch sind:
Besonders helle Fassaden sind hiervon deutlich betroffen, da sich die Ablagerungen hier optisch stärker abzeichnen.
Grundsätzlich gilt: Frischer, trockener Saharastaub ist zunächst kein direkter Schaden für die Fassade. In vielen Fällen wird ein Teil der Ablagerungen durch nachfolgenden Regen sogar wieder abgewaschen.
Allerdings sollte man das Thema in einigen Fällem nicht komplett ignorieren.
Warum?
Bei leichten Verschmutzungen ist eine Eigenreinigung durchaus möglich. Entscheidend ist dabei, die richtige Methode zu wählen.
Ein häufiger Fehler ist das trockene Abwischen oder Abbürsten. Davon ist dringend abzuraten.
Der Grund:
Die feinen Sandpartikel wirken wie Schleifmittel und können die Oberfläche von Putz, Farbe oder Glas beschädigen.
Die beste Methode ist eine wasserbasierte Reinigung.
Geeignet sind:
Dabei sollte immer von oben nach unten gearbeitet werden, um Schlierenbildung zu vermeiden.
In vielen Fällen reicht klares Wasser vollständig aus. Bei stärkeren Ablagerungen können milde Reinigungsmittel eingesetzt werden.
Wichtig:
Damit die Reinigung sicher und effektiv gelingt, sollten einige Punkte beachtet werden:
Und ganz wichtig:
Keine unnötige Eile. In vielen Fällen reduziert sich der Belag bereits durch den nächsten Regen.
In der Praxis zeigt sich häufig, dass Saharastaub nicht isoliert auftritt. Oft verbindet er sich mit:
Dann entstehen ungleichmäßige Verschmutzungen, die sich mit einfachen Mitteln nicht mehr vollständig entfernen lassen.
Typische Anzeichen:
Wenn eine gleichmäßige und nachhaltige Reinigung gewünscht ist, empfiehlt sich eine fachgerechte Fassadenreinigung.
Bei Purify setzen wir auf ein materialschonendes Verfahren, das speziell auf empfindliche Fassaden abgestimmt ist.
Dabei steht nicht maximale Härte im Fokus, sondern die richtige Kombination aus Reinigungsmittel, Einwirkzeit und Wasserdruck.
Gerade bei empfindlichen Putzfassaden oder Wärmedämmverbundsystemen ist die professionelle Reinigung die deutlich sicherere Lösung.
Saharastaub auf der Fassade ist ein typisches, saisonales Phänomen und in vielen Fällen zunächst harmlos. Dennoch sollte er nicht unterschätzt werden.
Die wichtigste Regel lautet:
Immer schonend und wasserbasiert reinigen und auf trockene oder aggressive Methoden verzichten.
Während leichte Verschmutzungen selbst entfernt werden können, ist bei größeren Flächen oder hartnäckigen Ablagerungen eine professionelle Reinigung die bessere Wahl. So bleibt Ihre Fassade nicht nur sauber, sondern auch langfristig geschützt.
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Fassade nur von Saharastaub betroffen ist oder bereits tiefergehende Verschmutzungen vorliegen, beraten wir Sie gerne und zeigen Ihnen die passende Lösung.