Eine Fassade am Fertighaus wirkt selten von heute auf morgen schmutzig. Es startet mit leichten Dunkelungen. Dann zeigen sich in Schattenzonen grüne Beläge. Irgendwann wirkt das ganze Haus „älter“, obwohl es erst wenige Jahre steht.
Genau in diesem Moment passiert der häufigste Fehler: Hochdruckreiniger, harter Schwamm, „einmal kräftig drüber“. Das sieht kurzfristig besser aus, kann aber die Oberfläche schädigen, Fugen und Anschlüsse belasten und am Ende dafür sorgen, dass die Fassade künftig sogar schneller wieder verschmutzt.
In der Praxis liegt es selten am „schlechten Material“. Es ist fast immer ein Zusammenspiel aus Feuchtigkeit, Trocknung und Standort.
Vordächer, Ecken, Vorsprünge, Anschlüsse oder Terrassenbereiche sorgen dafür, dass nicht jede Fläche gleich schnell abtrocknet. Wo es länger feucht bleibt, entstehen schneller Beläge und dunkle Bereiche.
Fensterbänke, Fallrohre, Übergänge und Tropfkanten geben dem Wasser seine „Lieblingswege“. Wiederkehrende Laufspuren zeichnen sich als Muster ab und machen die Optik fleckig.
Fertighäuser haben viele Bauteilübergänge. Kleine Bewegungen, minimale Unterschiede im Anliegen und wechselnde Feuchte lassen die Fläche optisch schneller unruhig wirken.
Bäume, dichter Bewuchs, hohe Luftfeuchte, wenig Wind, häufiges Bewässern oder eine nahe Straße erhöhen die Belastung. Die Fassade sieht früher „angegriffen“ aus, auch bei gleichem Alter.
UV, Temperaturwechsel und Witterung verändern jede Oberfläche. Leichte Mattierung oder Farbtonnuancen sind normal, aber der „Neubau-Look“ geht dadurch schnell verloren.
Zu hoher Druck kann Oberflächen aufrauen (Schmutz haftet später schneller), Fugen und Anschlüsse „fluten“, Beschichtungen beschädigen oder mattieren. Wenn die Optik gleichmäßig werden soll, braucht es Kontrolle statt Kraft.
Kleine, frische Spuren am Eingang, am Sockel oder an einzelnen Laufwegen können Sie oft selbst entfernen. Sobald die Verschmutzung jedoch flächig wird oder bereits hartnäckige grüne Beläge sichtbar sind, wird es ohne Profi-Ablauf schnell ungleichmäßig und riskant. Auch wenn sofort Streifen oder Wolken entstehen, der Belag „fest“ sitzt oder Wasser in Fugen und Anschlüsse läuft, stoppen Sie lieber. In diesen Fällen ist die kontrollierte Reinigung mit Niederdrucktechnik meist die sicherere Lösung für eine gleichmäßige Optik ohne Materialrisiko.
Bei Fertighäusern sind häufig Putz oder WDVS, Holzverschalungen oder Fassadenplatten im Einsatz. Diese Oberflächen reagieren sehr unterschiedlich auf Wasser, Reiniger und Reibung. Wenn Sie unsicher sind, reinigen Sie nur minimal und testen Sie sehr klein.
Reinigen Sie an einem trockenen, milden Tag ohne pralle Sonne. Wenn Reiniger zu schnell antrocknet, steigt das Fleckenrisiko deutlich.
Eine weiche Bürste oder ein Schwamm, Eimer und Gartenschlauch reichen. Nutzen Sie ein mildes, pH-neutrales Reinigungsmittel, keine aggressiven Entfetter. Pflanzen, Steckdosen und empfindliche Bauteile abdecken.
Fenster und Türen schließen, sensible Bereiche schützen. Dann von oben nach unten vornässen, mit milder Lösung und weicher Bürste sanft lösen (nicht schrubben) und anschließend ruhig mit klarem Wasser von oben nach unten abspülen. Reiniger immer zuerst an einer unauffälligen Stelle testen und das Ergebnis nach dem Trocknen beurteilen.
Unser Ziel ist eine gleichmäßige Optik ohne Schäden. Deshalb arbeiten nach einem kontrollierten Prozess, inklusive Probefläche.
Ein materialpassender Reiniger wird gezielt aufgetragen, damit Beläge sich lösen können, ohne die Oberfläche unnötig zu stressen.
Wir spülen ruhig und kontrolliert ab: niedriger Druck, korrekter Düsenabstand, passende Wassermenge. So wird die Fläche sauber, ohne „aufgerissen“ zu werden.
Auf Wunsch folgt eine Nachbehandlung, damit die Fassade weniger Feuchte aufnimmt und schneller abtrocknet. Ergebnis: länger sauber, weniger Neubefall. Bis zu 5 Jahre Schutz je nach Oberfläche und Belastung.
Sie können rund ums Gebäude viel beeinflussen, damit die Fassade schneller trocknet und weniger „Nährboden“ für Beläge bietet: