Hallenfassaden aus Trapezblech oder Sandwichpaneelen sind beschichtete Metallfassaden, und genau danach richtet sich ihre Pflege. Dieser Ratgeber erklärt, warum Metallfassaden trotz ihrer glatten Oberfläche verschmutzen, wo sie zuerst leiden, welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten und wie eine fachgerechte Reinigung und Pflege abläuft.
Der große Vorteil von Trapezblech und Sandwichpaneelen ist ihre glatte, beschichtete Oberfläche. Schmutz haftet darauf schlecht, und ein Großteil wird bei Regen einfach wieder abgespült. Ganz ohne Reinigung geht es trotzdem nicht, denn an den Stellen, die der Regen nicht erreicht, sammelt sich mit der Zeit Schmutz. Das betrifft vor allem die Zonen dicht unter der Traufe, unter dem Dachüberstand und unterhalb von Fenstersimsen.
Typisch für Metallfassaden ist ein atmosphärischer Schmutzfilm aus Staub und Ruß, der die Fläche mit der Zeit stumpf und grau wirken lässt, gerade bei hellen Beschichtungen fällt das schnell auf. Dazu kommen je nach Lage Grünbeläge und Algen auf der schattigen Wetterseite, Rostfahnen aus benachbarten Stahlteilen sowie Kalkränder. Letztere entstehen, weil auf der glatten Oberfläche Wassertropfen stehen bleiben und bei schnellem Trocknen einen feinen Rand hinterlassen, der sich über die Zeit zu einer dünnen, harten Schicht aufbaut. In Bodennähe kommt oft Spritzwasser hinzu: Regen prallt auf den Boden oder angrenzende Beete und schleudert Schmutz gegen den Sockel.
Reinigung ist dabei mehr als eine Frage der Optik, auch wenn die bei Gewerbe- und Industriegebäuden eine große Rolle spielt. Eine gepflegte Halle ist die Visitenkarte des Betriebs und hinterlässt bei Kunden und Partnern einen professionellen Eindruck. Mindestens ebenso wichtig ist der Werterhalt. Die Beschichtung ist der eigentliche Korrosionsschutz des Blechs, und weil das Material dünnwandig ist, kann eine dauerhaft ungeschützte Stelle mit der Zeit durchrosten. Ein festsitzender Schmutz- oder Biofilm hält zusätzlich Feuchtigkeit auf der Oberfläche und arbeitet der Beschichtung so entgegen. Wer die Fläche sauber und die Beschichtung intakt hält, verlängert die Lebensdauer der Fassade spürbar.
Trapezbleche aus Stahl sind ab Werk verzinkt und tragen meist zusätzlich eine Farbbeschichtung. Aluminiumbleche brauchen keine Verzinkung, sind aber in der Regel lackiert. Sandwichpaneele bestehen aus zwei ebenfalls beschichteten Metallschalen mit einem dämmenden Kern dazwischen. In allen Fällen gilt: Die Beschichtung ist der Schutz der Fassade, und sie zu erhalten ist das A und O jeder Reinigung.
Bei Sandwichpaneelen kommt ein zweiter Punkt hinzu. Weder in die Fugen und Dichtungen zwischen den Paneelen noch hinter die Schalen darf Wasser gepresst werden, denn der Dämmkern muss trocken bleiben. Das gilt besonders für Paneele mit einem Kern aus Mineralwolle, denn dieser saugt eindringendes Wasser wie ein Schwamm auf und trocknet kaum wieder ab. Die Folge kann ein dauerhafter Verlust der Dämmwirkung und Korrosion im Inneren sein, bis hin zum Austausch des Paneels.
Rost an einer Metallfassade beginnt fast nie auf der freien Fläche, sondern an den Stellen, an denen die schützende Zink- und Farbschicht unterbrochen ist. Das sind vor allem zwei Bereiche.
Zum einen die Schnittkanten. Wird ein Profil bauseitig zugeschnitten, liegt an der Kante blankes Metall frei. Bleibt diese Kante unbehandelt, bildet sich dort oft schon nach ein bis zwei Jahren Randrost, der sich als Rostfahne über die Fläche zieht. Zum anderen die Befestigungsschrauben. Jede Durchdringung ist eine potenzielle Schwachstelle, weshalb die Schrauben mit intakten Dichtscheiben versehen sein müssen. Lockere Schrauben sollten nachgezogen werden, allerdings nicht zu fest, denn ein Überdrehen verformt die Dichtscheibe und macht sie undicht.
Für die Praxis heißt das: Kleine Kratzer, freigelegte Kanten und beschädigte Stellen sollten zeitnah ausgebessert werden, bevor sich Rost festsetzt. Eine Reinigung ist der ideale Zeitpunkt, solche Stellen überhaupt erst zu entdecken.
Beim Reinigen von Metallfassaden drohen vor allem zwei Arten von Schäden, und beide sind vermeidbar.
Der erste ist mechanischer Natur. Scheuermittel, Drahtbürsten oder grobe Pads hinterlassen feine Kratzer in der Beschichtung, die sich später nicht mehr entfernen lassen und zu Angriffspunkten für Korrosion werden. Auch zu hoher Wasserdruck und zu heißes Wasser zählen dazu: Sie können die Beschichtung angreifen, dünnes Blech verformen und, schlimmer noch, Wasser unter die Überlappungen oder hinter die Paneele treiben. Das Betreten von Blechflächen bei Arbeiten am Dach hinterlässt ebenfalls schnell Dellen.
Der zweite Fehler sind die falschen Reinigungsmittel. Auf beschichtetem Metall haben weder stark saure noch stark alkalische Reiniger etwas zu suchen, denn sie führen zu irreparablem Glanzverlust, Farbveränderungen und greifen die Beschichtung an. Absolut tabu sind chlorhaltige Reiniger, Nitroverdünnungen und andere Lösemittel, Salmiak und Ammoniak sowie alle scheuernden Zusätze, da sie die Lackschicht und die Zinkauflage chemisch oder mechanisch zerstören. Das Tückische daran ist die Langzeitwirkung: Der Schaden ist oft erst Monate später als matte, kreidende oder verfärbte Fläche zu sehen.
Die fachgerechte Reinigung setzt genau an diesen beiden Punkten an: schonend in der Mechanik und mild in der Chemie.
Bei den Mitteln bedeutet das neutrale oder milde, materialverträgliche Reiniger, immer in der richtigen Dosierung nach Herstellerangabe. Als Werkzeug eignen sich weiche Bürsten, Schwämme oder Mikrofasertücher, keinesfalls Drahtbürsten oder abrasive Vliese. Der Reiniger sollte nicht in der Sonne eintrocknen, und am Ende wird gründlich mit klarem Wasser nachgespült. In vielen Fällen lässt sich sogar ganz auf Chemie verzichten: Eine weiche Bürste in Kombination mit Reinst- oder Osmosewasser löst atmosphärischen Schmutz und Grünbeläge zuverlässig und trocknet streifenfrei ab. Hartnäckige Kalkränder sind einer der wenigen Fälle, die überhaupt ein leicht saures Mittel rechtfertigen, und dann nur lokal, kurz und mit sofortigem, reichlichem Nachspülen, um die Zinkschicht zu schonen.
Beim Druck gilt: so sanft wie möglich. Wird überhaupt mit höherem Druck gearbeitet, dann konservativ und mit Abstand, bei Dampf üblicherweise nicht heißer als rund fünfzig Grad und mit etwa einem Meter Düsenabstand, ohne scharfe Punktstrahldüsen. Gearbeitet wird grundsätzlich von oben nach unten, in Fließrichtung des Regenwassers, damit nichts unter die Überlappungen gedrückt wird. An bereits beschädigten Stellen wird auf hohen Druck ganz verzichtet. Eine Flachstrahldüse und eine Druck- und Mengenregulierung helfen zusätzlich, die Kraft gleichmäßig zu verteilen.
Ein Punkt, der bei Gewerbeobjekten oft unterschätzt wird, ist das Abwasser. Das anfallende Waschwasser gilt rechtlich als Schmutzwasser, und zwar unabhängig davon, ob Reinigungsmittel zugesetzt wurden oder rein mit Wasser gearbeitet wurde. Es darf nicht einfach versickern oder in die Kanalisation gelangen, sondern muss aufgefangen und aufbereitet werden. Ein Fachbetrieb bringt dafür die passende Technik mit.
Hallen sind groß und hoch, und genau das macht die Reinigung anspruchsvoll. Große Flächen lassen sich mit Teleskoptechnik und Hebebühne effizient und oft ganz ohne Gerüst erreichen.
Damit eine Hallenfassade lange gut aussieht, lohnt sich neben der eigentlichen Reinigung ein fester Pflegerhythmus. Eine kurze Sichtkontrolle einmal im Jahr genügt, um Kratzer, beginnende Roststellen, lockere Schrauben und schadhafte Dichtungen früh zu erkennen. Kleine Schäden lassen sich dann gezielt ausbessern, bevor daraus größere werden. Die Dachrinnen sollten etwa zweimal jährlich von Laub und Schmutz befreit werden, damit das Wasser ungehindert abläuft und nicht unkontrolliert über die Fassade zieht. Ein etwa fünfzig Zentimeter breiter Kiesstreifen am Fuß der Wand fängt aufprallende Regentropfen ab und hält den Sockel sauberer. Und grundsätzlich gilt: Wer Grünbeläge und Schmutzfilme früh und schonend entfernt, statt lange zu warten, hält die Beschichtung intakt.
Vor einer größeren Reinigung ist eine Probereinigung an einer repräsentativen, besonders verschmutzten Teilfläche der sinnvollste erste Schritt. An ihr lässt sich beurteilen, wie sauber die Fläche wirklich wird und welches Verfahren passt, und sie schafft eine verlässliche Grundlage für Umfang und Preis.
Wie eine schonende Reinigung beschichteter Metallfassaden im Detail abläuft und worauf es beim jeweiligen Material ankommt, erfahren Sie in unserem Überblick zur Metallfassadenreinigung. Sitzt der Bewuchs vor allem in Form von Algen und Grünbelag auf der Wetterseite, lesen Sie dort, wie sich dieser dauerhaft entfernen lässt.
Für Hallen aus Trapezblech und Sandwichpaneelen ist die schonende Niederdruckreinigung von Purify ideal, denn sie entfernt Schmutz, Ruß und Grünbeläge gründlich, ohne die empfindliche Beschichtung anzugreifen. Große und hohe Flächen erreichen wir dank Teleskoptechnik meist ganz ohne Gerüst, was Zeit spart und den Betriebsablauf kaum stört. Anfallendes Schmutzwasser fangen wir auf und bereiten es auf, sodass die Reinigung umweltschonend bleibt.
Am Anfang steht auf Wunsch eine kostenlose Probefläche, an der Sie das Ergebnis vorab sehen. Melden Sie sich gern für ein kostenloses Erstgespräch. Wir schauen uns Ihre Halle an, stimmen das Verfahren auf Material und Verschmutzung ab und erstellen Ihnen einen verlässlichen Festpreis.