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Fassadenreinigung am Fertighaus: So wirkt die Fassade wieder wie neu

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie eine Fertighaus-Fassade reinigen und welche Fehler Sie vermeiden sollten.
Lesezeit:3 Minuten
Purify-Techniker reinigt eine verschmutzte Fertighaus-Fassade mit grünem Algenbelag schonend per Niederdrucktechnik.

Eine Fassade am Fertighaus wirkt selten von heute auf morgen schmutzig. Es startet mit leichten Dunkelungen. Dann zeigen sich in Schattenzonen grüne Beläge. Irgendwann wirkt das ganze Haus „älter“, obwohl es erst wenige Jahre steht.

Genau in diesem Moment passiert der häufigste Fehler: Hochdruckreiniger, harter Schwamm, „einmal kräftig drüber“. Das sieht kurzfristig besser aus, kann aber die Oberfläche schädigen, Fugen und Anschlüsse belasten und am Ende dafür sorgen, dass die Fassade künftig sogar schneller wieder verschmutzt.

Warum Fertighaus-Fassaden so schnell unruhig wirken

In der Praxis liegt es selten am „schlechten Material“. Es ist fast immer ein Zusammenspiel aus Feuchtigkeit, Trocknung und Standort.

1) Unterschiedliche Trocknungszonen

Vordächer, Ecken, Vorsprünge, Anschlüsse oder Terrassenbereiche sorgen dafür, dass nicht jede Fläche gleich schnell abtrocknet. Wo es länger feucht bleibt, entstehen schneller Beläge und dunkle Bereiche.

2) Wasserlaufspuren und Tropfkanten

Fensterbänke, Fallrohre, Übergänge und Tropfkanten geben dem Wasser seine „Lieblingswege“. Wiederkehrende Laufspuren zeichnen sich als Muster ab und machen die Optik fleckig.

3) Fugen, Stöße und Anschlüsse

Fertighäuser haben viele Bauteilübergänge. Kleine Bewegungen, minimale Unterschiede im Anliegen und wechselnde Feuchte lassen die Fläche optisch schneller unruhig wirken.

4) Standort als Beschleuniger

Bäume, dichter Bewuchs, hohe Luftfeuchte, wenig Wind, häufiges Bewässern oder eine nahe Straße erhöhen die Belastung. Die Fassade sieht früher „angegriffen“ aus, auch bei gleichem Alter.

5) Natürliche Alterung

UV, Temperaturwechsel und Witterung verändern jede Oberfläche. Leichte Mattierung oder Farbtonnuancen sind normal, aber der „Neubau-Look“ geht dadurch schnell verloren.

Wichtig vorab: Vorsicht mit Hochdruck an Fertighaus-Fassaden:

Zu hoher Druck kann Oberflächen aufrauen (Schmutz haftet später schneller), Fugen und Anschlüsse „fluten“, Beschichtungen beschädigen oder mattieren. Wenn die Optik gleichmäßig werden soll, braucht es Kontrolle statt Kraft.

Eigenreinigung: sinnvoll, aber nur bei leichten Verschmutzungen

Kleine, frische Spuren am Eingang, am Sockel oder an einzelnen Laufwegen können Sie oft selbst entfernen. Sobald die Verschmutzung jedoch flächig wird oder bereits hartnäckige grüne Beläge sichtbar sind, wird es ohne Profi-Ablauf schnell ungleichmäßig und riskant. Auch wenn sofort Streifen oder Wolken entstehen, der Belag „fest“ sitzt oder Wasser in Fugen und Anschlüsse läuft, stoppen Sie lieber. In diesen Fällen ist die kontrollierte Reinigung mit Niederdrucktechnik meist die sicherere Lösung für eine gleichmäßige Optik ohne Materialrisiko.

Vorab klären: Welcher Fassadentyp ist es?

Bei Fertighäusern sind häufig Putz oder WDVS, Holzverschalungen oder Fassadenplatten im Einsatz. Diese Oberflächen reagieren sehr unterschiedlich auf Wasser, Reiniger und Reibung. Wenn Sie unsicher sind, reinigen Sie nur minimal und testen Sie sehr klein.

Wetter und Zeitpunkt

Reinigen Sie an einem trockenen, milden Tag ohne pralle Sonne. Wenn Reiniger zu schnell antrocknet, steigt das Fleckenrisiko deutlich.

Ausrüstung: lieber sanft als „stark“

Eine weiche Bürste oder ein Schwamm, Eimer und Gartenschlauch reichen. Nutzen Sie ein mildes, pH-neutrales Reinigungsmittel, keine aggressiven Entfetter. Pflanzen, Steckdosen und empfindliche Bauteile abdecken.

Standard-Ablauf für leichte Verschmutzungen

Fenster und Türen schließen, sensible Bereiche schützen. Dann von oben nach unten vornässen, mit milder Lösung und weicher Bürste sanft lösen (nicht schrubben) und anschließend ruhig mit klarem Wasser von oben nach unten abspülen. Reiniger immer zuerst an einer unauffälligen Stelle testen und das Ergebnis nach dem Trocknen beurteilen.

So reinigen wir Fertighaus-Fassaden bei Purify

Unser Ziel ist eine gleichmäßige Optik ohne Schäden. Deshalb arbeiten nach einem kontrollierten Prozess, inklusive Probefläche.

Schritt 1: Vorbehandlung

Ein materialpassender Reiniger wird gezielt aufgetragen, damit Beläge sich lösen können, ohne die Oberfläche unnötig zu stressen.

Schritt 2: Schonendes Abspülen mit Niederdrucktechnik

Wir spülen ruhig und kontrolliert ab: niedriger Druck, korrekter Düsenabstand, passende Wassermenge. So wird die Fläche sauber, ohne „aufgerissen“ zu werden.

Schritt 3: Langzeitschutz für nachhaltige Sauberkeit

Auf Wunsch folgt eine Nachbehandlung, damit die Fassade weniger Feuchte aufnimmt und schneller abtrocknet. Ergebnis: länger sauber, weniger Neubefall. Bis zu 5 Jahre  Schutz je nach Oberfläche und Belastung.

Vorbeugung: So bleibt das Ergebnis länger stabil

Sie können rund ums Gebäude viel beeinflussen, damit die Fassade schneller trocknet und weniger „Nährboden“ für Beläge bietet:

  • Bepflanzung mit Abstand, damit Luft zirkulieren kann und die Fassade weniger beschattet wird
  • Entwässerung prüfen: keine Überläufe, keine Tropfspuren, keine dauerhaft nassen Laufwege
  • Spritzwasser reduzieren: Spritzschutzstreifen am Sockel, Erdreich und Bewuchs nicht direkt an die WandSichtprüfung 1–2x pro Jahr: nach Winter und regenreichen Phasen Problemstellen früh erkennen
  • Innen richtig lüften: kein Dauerkipplüften in kalten Monaten, lieber Stoßlüften, um Feuchteprobleme an Fassadenbereichen rund um Fenster zu vermeiden

Fazit

Eine Fertighaus- oder Rahmenfassade lässt sich wieder sichtbar auffrischen, wenn die Reinigung schonend, kontrolliert und auf Material sowie Aufbau abgestimmt erfolgt. Entscheidend ist, Druck, Wasserführung und Einwirkzeiten so zu steuern, dass Fugen und Anschlüsse nicht unnötig belastet werden. Damit die Optik nicht nur kurz sauber ist, sollte nach der Reinigung eine passende Schutzbehandlung folgen. Mit ein paar regelmäßigen Sichtchecks im Jahr bleiben Problemstellen früh erkennbar und das Ergebnis hält deutlich länger.

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