Ein Hochdruckreiniger gilt vielen als das schlagkräftigste Mittel gegen Schmutz. Bei der Fassade lohnt sich aber die Frage, ob es ohne den hohen Druck nicht sogar besser geht. Die kurze Antwort: In den meisten Fällen ist eine Reinigung ohne Hochdruck nicht nur sinnvoll, sondern die schonendere und nachhaltigere Lösung, gerade bei Putz- und Dämmfassaden. Warum das so ist und wann Hochdruck trotzdem seinen Platz hat, erklärt dieser Beitrag.
Auf wirklich robusten Untergründen kann ein kräftiger Wasserstrahl problemlos arbeiten. Die meisten modernen Wohnhäuser haben aber eine gedämmte Putzfassade, und deren äußere Putzschicht ist oft nur wenige Millimeter dünn und sitzt auf einer weichen Dämmung. Zu viel Druck kann diese Schicht aufrauen oder Wasser ins Material treiben. Eine aufgeraute Oberfläche bietet neuen Algen sogar mehr Halt und nimmt Feuchtigkeit schneller auf. Bei der häufigsten Fassadenart spricht daher vieles für ein druckarmes Verfahren.
Das ist die häufigste Sorge, und die Antwort lautet: ja. Sauber macht nämlich nicht der Druck, sondern der Reiniger. Bei der Niederdruckreinigung wird zuerst eine abgestimmte Reinigungslösung aufgetragen, die in die Poren eindringt und Algen, Moos, Schimmel und Flechten samt ihrer tief sitzenden Sporen löst. Erst danach wird mit niedrigem Druck abgespült.
Es geht nicht um Hochdruck gegen Niederdruck, sondern darum, den Druck an Material und Verschmutzung anzupassen. Auf widerstandsfähigen Flächen wie Sichtbeton, vielen Klinkern, Pflaster oder Metall kann Hochdruck eine sehr gute Wahl sein, besonders bei groben Verkrustungen. Entscheidend sind die richtige Einstellung aus Druck, Temperatur und Abstand sowie eine erfahrene Hand. Mit dem passenden Augenmaß lässt sich auch mit Hochdruck schonend reinigen.
Der eigentliche Vorteil der druckarmen Reinigung liegt im Ergebnis über die Zeit. Weil die Oberfläche nicht aufgeraut wird, bleibt die Struktur intakt, und mit einer abschließenden Versiegelung perlt Regen ab, während die Wand weiter „atmen“ kann. So bleibt die Fläche länger trocken, und genau das ist der Punkt, denn Algen und Moose brauchen Feuchtigkeit. Auf diese Kombination aus schonender Niederdruckreinigung und Langzeitschutz setzt Purify, dessen Nachbehandlung die Fassade bis zu fünf Jahre vor erneutem Befall schützt.
Eine Fassadenreinigung ohne Hochdruck ist für die allermeisten Putz- und Dämmfassaden die sinnvollere Wahl. Sie reinigt gründlich, schont die Oberfläche und hält das Ergebnis länger. Hochdruck bleibt eine gute Option für robuste Untergründe, sollte dort aber ebenfalls mit Erfahrung eingesetzt werden.
Ob Ihre Fassade besser mit oder ohne Hochdruck gereinigt wird, lässt sich am sichersten direkt am Objekt beurteilen. Melden Sie sich gern für ein kostenloses Erstgespräch oder sichern Sie sich eine kostenlose Probefläche. So sehen Sie vorab, welches Ergebnis möglich ist.