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Die 10-Minuten-Prüfung: So testen Sie selbst, ob die Fassade gereinigt werden muss

Ob Ihre Fassade wirklich eine Reinigung braucht, können Sie in etwa zehn Minuten selbst herausfinden. Sie brauchen dafür nur ein helles Tuch, etwas Wasser in einer Sprühflasche oder aus dem Gartenschlauch, ein Stück Klebeband und einen aufmerksamen Blick. Die folgende Prüfung führt Sie in fünf kurzen Schritten durch die wichtigsten Anzeichen und hilft Ihnen einzuschätzen, ob eine Reinigung sinnvoll ist.
Lesezeit:3 Minuten
Hausbesitzer prüft mit der Hand eine helle Putzfassade mit grünem Algenstreifen, um zu beurteilen, ob eine Reinigung nötig ist.

Schritt 1: Der Blick aus der Entfernung

Treten Sie ein paar Meter zurück, am besten auf die gegenüberliegende Straßenseite, und betrachten Sie die ganze Fassade. Aus der Nähe fällt vieles nicht auf, aus der Distanz erkennen Sie Schleier, Verfärbungen und Muster sofort.

Achten Sie zuerst auf die Farbe der Verschmutzung, denn sie verrät die Ursache. Ein grüner Belag deutet auf Algen und Grünbewuchs hin, dunkle bis schwarze Flecken auf Schwarzalgen oder Ruß, ein rötlicher Schimmer auf Rotalgen. Weiße, schleierartige Ränder sind meist Ausblühungen, also Salze aus dem Mauerwerk, und grün-braune Polster sind Moos oder Flechten, die den Putz mit der Zeit sogar angreifen können.

Achten Sie außerdem auf das Muster, auch das ist ein Hinweis. Senkrechte dunkle Streifen unter Fensterbänken oder an Vorsprüngen ohne saubere Tropfkante stammen von ablaufendem Regenwasser. Auffällig helle, saubere Linien oder kreisrunde, saubere Flecken mitten in einer veralgten Fläche sind typisch für gedämmte Fassaden: Dort geben Rollladenkästen oder Befestigungsdübel etwas Wärme nach außen ab, die Stelle trocknet schneller und bleibt sauber. Ein solches Muster zeigt, dass hinter dem Bewuchs Feuchtigkeit steckt und nicht bloß Schmutz.

Schritt 2: Der Wischtest

Fahren Sie mit einem hellen, leicht feuchten Tuch über eine verfärbte Stelle in Griffhöhe. Das Ergebnis sagt Ihnen, womit Sie es zu tun haben. Färbt sich das Tuch grün oder schwärzlich, sitzt dort ein lebender Belag aus Algen oder Moos, der sich ohne Behandlung weiter ausbreitet. Lässt sich nur ein grauer Staubfilm abnehmen, ist es eher oberflächlicher Schmutz aus Staub und Abgasen. Bleibt dagegen ein weißliches, mehliges Pulver am Tuch oder an der Hand, kreidet der alte Anstrich, das Bindemittel der Farbe wurde also über die Jahre von der Sonne abgebaut.

Schritt 3: Der Wassertest

Sprühen Sie eine handflächengroße Stelle nass und beobachten Sie, was passiert. Drei Reaktionen sind möglich. Perlt das Wasser ab oder bleibt es als Tropfen stehen, ist die Fassade noch gut geschützt und weist Feuchtigkeit ab. Benetzt das Wasser die Fläche gleichmäßig und läuft langsam ab, ist das Saugverhalten normal. Zieht es dagegen sofort ein und die Stelle dunkelt spürbar nach, saugt die Fassade stark. Sie bleibt dann nach jedem Regen länger feucht, und genau das sind die Bedingungen, unter denen sich Algen besonders wohlfühlen. Ein stark saugender Untergrund ist ein deutliches Zeichen, dass ein schützender Anstrich oder eine Imprägnierung fehlt oder erschöpft ist.

Schritt 4: Die kritischen Zonen

Verschmutzung beginnt fast immer an denselben Stellen. Prüfen Sie deshalb gezielt den Sockel, wo Spritzwasser hochspritzt, die Bereiche unter Fensterbänken, die Flächen entlang von Fallrohren und Dachrinnen sowie die schattige Nordseite und alle Wände in der Nähe von Hecken oder Bäumen. Wenn hier bereits Beläge sitzen, während der Rest noch sauber wirkt, steht die Fassade am Anfang einer Verschmutzung, die sich mit der Zeit ausbreitet.

Schritt 5: Der Substanz-Check

Zum Schluss geht es nicht um Schmutz, sondern um die Substanz. Schauen Sie nach Rissen, Abplatzungen und bröckelndem Putz. Klopfen Sie an verdächtigen Stellen leicht mit den Fingerknöcheln: Klingt es hohl statt hart, sitzt der Putz nicht mehr fest auf dem Untergrund. Ergänzend hilft ein einfacher Klebebandtest. Drücken Sie ein Stück Klebeband auf eine trockene, verwitterte Stelle und ziehen Sie es  ruckartig ab. Bleiben Farb- oder Putzpartikel am Band hängen, hält der alte Anstrich nicht mehr richtig. Solche Stellen sind ein Reparatur- und kein Reinigungsfall, und sie vertragen vor allem keinen hohen Druck.

Auswertung: Was bedeutet Ihr Ergebnis?

Aus den fünf Schritten ergibt sich meist ein klares Bild.

Wischt sich nur grauer Staub ab, perlt das Wasser ab oder saugt die Wand nur normal, und sind keine Risse zu sehen, ist die Verschmutzung leicht. Oft können Sie noch etwas warten oder die Wand bei Gelegenheit schonend reinigen lassen.

Zeigt sich dagegen ein lebender Bewuchs, der sich grün oder schwarz abwischen lässt, und zieht das Wasser ein, dann hat sich der Belag festgesetzt. Hier lohnt sich eine fachgerechte Reinigung mit anschließendem Schutz, denn ohne Behandlung kehrt der Bewuchs schnell zurück. Der Versuchung, einfach mit frischer Farbe darüberzustreichen, sollten Sie widerstehen: Auf einem Algen- oder Schmutzfilm findet neue Farbe keinen Halt und blättert bald wieder ab. Warum das Streichen ohne vorherige Reinigung ein teurer Fehler ist, lesen Sie in einem eigenen Beitrag.

Finden Sie Risse, losen oder kreidenden Putz oder einen großflächigen Befall in der Höhe, ist das ein Fall für den Fachbetrieb. Auf der Leiter und mit einem Hochdruckreiniger selbst anzurücken, ist an solchen Stellen riskant und macht den Schaden oft größer.

Wenn eine Reinigung ansteht

Zeigt Ihre Prüfung, dass eine Reinigung sinnvoll ist, kommt es auf ein schonendes, zum Material passendes Verfahren an. Ein Vorgehen ohne Gerüst und ohne aggressiven Hochdruck schont Putz und Dämmung, und der richtige Zeitpunkt im Jahr sorgt dafür, dass das Ergebnis gleichmäßig gelingt.

Eine fachgerechte Reinigung entfernt nicht nur die sichtbare Schicht, sondern wirkt bis in die Tiefe, sodass Algen und Moos an der Wurzel absterben und nicht sofort nachwachsen. Dazu

Ihre Fassade unverbindlich prüfen lassen

Sie sind sich nach der Prüfung unsicher oder möchten es genau wissen? Melden Sie sich gern für ein kostenloses Erstgespräch oder sichern Sie sich eine kostenlose Probefläche. Wir schauen uns Ihre Fassade an, sagen Ihnen ehrlich, ob und wie eine Reinigung sinnvoll ist, und zeigen an einem kleinen Bereich, wie schonend sie wieder sauber wird.

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