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Welche Methoden gibt es, um die Fassade zu reinigen?

Von Niederdruck bis Trockeneis: Welche Fassadenreinigungsmethoden eignen sich für Ihr Haus? Erfahren Sie, welche Verfahren sinnvoll sind.
Lesezeit:4 Minuten
Fassadenreinigung Methoden an einer verschmutzten Putzfassade mit Algenbelag, Niederdruckreinigung und sichtbarem Vorher-Nachher-Effekt.

Die Fassade ist die Visitenkarte eines Hauses. Mit den Jahren setzen sich Algen, Grünbelag, Ruß oder ein grauer Schmutzfilm ab, und irgendwann stellt sich die Frage nach der richtigen Reinigung. Doch Reinigung ist nicht gleich Reinigung. Die Verfahren unterscheiden sich stark in ihrer Wirkung, ihrer Schonung und ihrer Eignung für bestimmte Untergründe. Dieser Ratgeber gibt einen Überblick über die gängigen Verfahren und zeigt, worauf es bei der Wahl ankommt.

Vor der Reinigung steht die Analyse

Eine fachgerechte Fassadenreinigung beginnt mit einer genauen Begutachtung. Drei Punkte entscheiden über die passende Methode:

  • Die Fassadenart. Putz und gedämmte Wände sind empfindlich und vertragen keine grobe Behandlung. Robuste Flächen wie Klinker, Sichtbeton oder Metall halten dagegen deutlich mehr aus.
  • Der Verschmutzungsgrad. Ein leichter Algenfilm lässt sich anders behandeln als tief sitzender Flechtenbefall, verkrusteter Schmutz oder Graffiti.
  • Die Zugänglichkeit. Gebäudehöhe, enge Grenzbebauung oder auskragende Bauteile entscheiden darüber, ob vom Boden aus, mit Teleskoptechnik oder mit Hebebühne gearbeitet wird.

Dazu gehört auch der Blick auf Fugen, Anschlüsse und vorhandene Risse. Lose Fugen oder Haarrisse sollten vor der Reinigung ausgebessert werden, damit kein Wasser unkontrolliert in die Wand gelangt. Bei porösen Materialien wie Putz, Ziegel oder Naturstein wird die Fläche vorab mit klarem Wasser gesättigt. So saugt die Wand das Schmutzwasser später nicht wie ein Schwamm in ihr Inneres.

Die wichtigsten Reinigungsmethoden im Überblick

Hochdruckreinigung

Die Hochdruckreinigung ist das bekannteste Verfahren. Auf robusten Flächen wie Sichtbeton, Metall oder vielen Klinkern löst der kräftige Wasserstrahl Schmutz, Algen und Verkrustungen zuverlässig. Entscheidend ist die richtige Einstellung, denn Druck, Wassertemperatur, Düse und Abstand zur Wand müssen zum Material passen.

Mehr Fingerspitzengefühl verlangen empfindliche Untergründe wie Putz oder gedämmte Fassaden. Ihre Putzschicht ist oft nur wenige Millimeter dünn, sodass zu viel Druck die Oberfläche aufrauen oder Wasser in die Dämmung treiben kann. Hier ist entweder ein deutlich reduzierter Druck in erfahrener Hand gefragt oder gleich ein sanfteres Verfahren mit geringem Druck.

Niederdruckreinigung

Bei der Niederdruckreinigung übernimmt nicht die Kraft des Wasserstrahls die Hauptarbeit, sondern ein speziell abgestimmter Reiniger. Er wird mit sehr geringem Druck aufgetragen, dringt in die Poren ein und löst Algen, Moos, Schimmel und Flechten samt ihrer tief sitzenden Sporen vom Untergrund. Erst danach wird mit niedrigem Druck abgespült.

Heißwasser- und Dampfverfahren

Eine weitere schonende Variante setzt auf Wärme statt auf Druck. Heißes Wasser oder Dampf bricht organische Beläge, Rußkrusten und Öle auf und tötet Algen, Moose und Flechten durch die Hitze ab. Das verzögert den erneuten Bewuchs und macht zusätzliche Chemie häufig überflüssig. Weil mit flachen Düsen und geringem Druck gearbeitet wird, bleibt die Oberfläche geschont.

Sand- und Feuchtsandstrahlen

Klassisches Trockensandstrahlen trägt Schmutz, Rost, alte Farbe oder Graffiti mechanisch ab und ist sehr wirkungsvoll, allerdings nur auf besonders widerstandsfähigen Untergründen. Da es immer auch Material abträgt und stark staubt, scheidet es für Putz und gedämmte Fassaden aus. Die schonendere Weiterentwicklung ist das Feuchtsandstrahlen. Hier wird dem Strahlmittel Wasser beigemischt, was den Staub bindet, und mit weichen Strahlmitteln und niedrigem Druck gearbeitet.

Trockeneisstrahlen

Ein modernes Spezialverfahren ist die Trockeneisreinigung. Dabei werden feste Kohlendioxid-Pellets mit Druckluft auf die Fassade geschossen. Beim Aufprall gefriert der Belag schlagartig, wird spröde und reißt auf, und die Pellets verwandeln sich direkt in Gas, das den Schmutz absprengt. Das Verfahren arbeitet trocken und hinterlässt keine Strahlmittelreste. Damit eignet es sich hervorragend für empfindliche Untergründe wie Naturstein oder historisches Fachwerk, für Denkmäler und sogar zum rückstandsfreien Lösen hartnäckiger Efeu-Haftwurzeln. Grenzen hat es bei tief ins Material eingedrungenen Verfärbungen, und auf sehr dünnen Blechen oder hochsensiblen Natursteinen ist Vorsicht geboten.

Spezialverfahren für historische Fassaden

In der Denkmalpflege kommen weitere, sehr behutsame Verfahren zum Einsatz. Beim Kompressenverfahren wird ein saugfähiges, mit Wasser getränktes Medium auf den Stein aufgebracht, das beim Trocknen schädliche Salze aus dem Mauerwerk herauszieht. Bei der Lasertechnik verdampfen kurze Lichtpulse die dunkle Schmutzkruste, während die hellere Originalsubstanz darunter unbeschädigt bleibt. Solche Methoden sind aufwendig und bleiben besonders wertvollen Objekten vorbehalten.

Hausmittel

Ob Hausmittel taugen, hängt immer vom konkreten Fall und vom Material ab. Grundsätzlich gilt: Für eine kleine, gut erreichbare Stelle können einfache Hausmittel durchaus genügen. Für die gesamte Fassade sind sie dagegen keine sinnvolle Lösung, und das nicht nur wegen der Materialverträglichkeit, sondern auch wegen der Zugänglichkeit. Eine komplette Hauswand lässt sich von Hand kaum sicher und gleichmäßig erreichen, gerade in der Höhe.

Nach der Reinigung kommt der Schutz

Eine saubere Fassade ist nur die halbe Miete. Damit der Erfolg lange hält, lohnt sich ein abschließender Schutz. Eine wasserabweisende, zugleich diffusionsoffene Versiegelung sorgt dafür, dass Regen abperlt, während die Wand weiterhin atmen kann. So bleibt die Fläche deutlich länger trocken, und genau das ist der entscheidende Punkt, denn Algen und Moose brauchen Feuchtigkeit. Die spezielle Nachbehandlung von Purify zieht tief in die Oberfläche ein und schützt bis zu fünf Jahre vor erneutem Algen- und Schimmelbefall.

Wohin mit dem Schmutzwasser?

Ein Punkt, den viele unterschätzen: Das bei der Reinigung anfallende Wasser gilt rechtlich als Schmutzwasser, und zwar unabhängig davon, ob Chemie verwendet wurde oder nur klares Wasser. Beim Auftreffen löst das Wasser Ruß, Schwermetalle und Reste alter Anstriche aus der Fassade.

Professionelle Betriebe fangen das Wasser deshalb am Fuß der Fassade auf und bereiten es auf. Bei Purify wird das Abwasser aufgefangen, über eine Aufbereitungsanlage gefiltert und dem Reinigungskreislauf wieder zugeführt. Das schont die Umwelt und spart zugleich Wasser.

Ihre Fassade in den richtigen Händen

Die passende Methode hängt immer vom Einzelfall ab, vom Material, vom Verschmutzungsgrad und von der baulichen Situation. Genau hier setzt Purify an. Wir begutachten Ihre Fassade, reinigen sie schonend im Niederdruckverfahren, kümmern uns um das fachgerechte Auffangen und Aufbereiten des Wassers und versiegeln die Fläche für langanhaltenden Schutz. Das ist nicht nur material- und umweltschonend, sondern in der Regel auch ohne Gerüst möglich und bis zu 70 Prozent günstiger als ein kompletter Neuanstrich.

Melden Sie sich gern für ein kostenloses Erstgespräch oder sichern Sie sich eine kostenlose Probefläche. Wir schauen uns Ihre Situation an, beraten Sie transparent und erstellen Ihnen ein unverbindliches Angebot.

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