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Graffiti auf der Hauswand: Was Sie jetzt tun (und auf keinen Fall tun) sollten

Ein Graffiti an der eigenen Hauswand ist ärgerlich, und der erste Impuls ist oft, sofort mit Bürste und Reiniger loszugehen. Genau das kann die Sache aber schlimmer machen. Mit dem richtigen Vorgehen bekommen Sie die Farbe schonend wieder weg, mit dem falschen brennt sich der Schaden dauerhaft in die Fassade ein. Dieser Ratgeber zeigt, was jetzt sinnvoll ist und was Sie besser lassen.
Lesezeit:3 Minuten
Großes buntes Graffiti auf der hellen Putzfassade einer Hauswand neben Fenster und Bepflanzung.

Warum schnelles, aber richtiges Handeln zählt

Frische Sprühfarbe sitzt zunächst nur oben auf der Oberfläche. Mit der Zeit zieht sie in poröse Untergründe ein, und die Sonne brennt sie regelrecht ein. Schnell zu handeln lohnt sich also. Überstürzt und mit den falschen Mitteln richten Sie jedoch schnell mehr Schaden an als das Graffiti selbst. Der beste Weg ist deshalb: zügig, aber überlegt vorgehen.

Was Sie jetzt tun sollten

  • Dokumentieren. Machen Sie zuerst Fotos vom Schaden. Die brauchen Sie für die Anzeige und für die Versicherung. Graffiti ist rechtlich eine Sachbeschädigung. Weil es sich um ein Antragsdelikt handelt, wird die Tat in der Regel nur verfolgt, wenn Sie aktiv einen Strafantrag bei der Polizei stellen. Wird der Täter gefasst, haftet er zivilrechtlich für die gesamten Beseitigungskosten.
  • Versicherung prüfen. Eine normale Wohngebäudeversicherung deckt Graffiti meist nicht ab. Vandalismusschäden sind oft nur über einen Zusatzbaustein oder einen Premium-Tarif eingeschlossen. Ein Blick in Ihre Police lohnt sich, bevor Sie in Vorleistung gehen.
  • Material erkennen. Putz, Wärmedämmverbundsystem, Klinker, Beton oder Naturstein reagieren völlig unterschiedlich auf Reiniger und Druck. Das Material entscheidet über die richtige Methode.
  • Fachbetrieb einbinden. Eine schonende, materialgerechte Entfernung gelingt am sichersten mit dem passenden Verfahren. An einer Probefläche zeigt sich vorab, welches Ergebnis realistisch ist.

Was Sie auf keinen Fall tun sollten

  • Keine aggressiven Lösemittel auf Putz, Beton, Naturstein oder gedämmte Fassaden geben. Das ist besonders bei gedämmten Fassaden gefährlich. Die Lösemittel aus vielen Sprühlacken und aus herkömmlichen Graffitientfernern dringen durch den dünnen Putz und zersetzen die Dämmung darunter. Es entstehen Hohlräume, in denen sich Feuchtigkeit sammelt, die im Winter gefriert und die Fassade absprengt. Auf porösen Flächen ziehen aggressive Mittel die Farbe zudem oft nur tiefer ein und hinterlassen Ränder und Schatten.
  • Nicht scheuern oder schleifen. Das hinterlässt Kratzer, zerstört bei glänzenden Klinkern die schützende Sinterhaut und beschädigt Naturstein.
  • Nicht einfach überstreichen. Mit der falschen Farbe entstehen sichtbare Farbunterschiede, und die Pigmente des Graffitis schlagen später oft wieder durch. Schlimmer noch: Wird über das Graffiti gestrichen, ohne es zu entfernen, versiegelt der Anstrich die Wand und behindert die Dampfdiffusion, was Kondenswasser, Schimmel und Frostschäden begünstigt. Ein Anstrich ist nur nach gründlicher Reinigung, mit passendem Sperrgrund und einer diffusionsoffenen Fassadenfarbe sinnvoll.
  • Das Reinigungswasser nicht versickern lassen. Das gelöste Farb- und Reinigerwasser gilt als Schmutzwasser und darf nicht einfach in den Boden oder die Kanalisation gelangen.
  • Nicht zu lange warten. Je länger das Graffiti bleibt, desto tiefer zieht die Farbe ein und desto aufwendiger wird die Entfernung.

Und die Hausmittel? Das hängt vom Material ab – für Putz und empfindliche Oberflächen meist nicht geeignet.

Entscheidend ist der Untergrund. Auf kleinen, frischen Graffitis und glatten, nicht porösen Flächen wie Glas oder glattem Metall kann ein Lösemittel wie Nagellackentferner durchaus helfen, weil das enthaltene Aceton frische Farbe und Marker anlöst. Ähnliches gilt für Mittel wie WD-40 oder Backpulver, die in ihren passenden Fällen funktionieren.

Wichtig ist, vorher an einer unauffälligen Stelle zu testen. Auf Kunststoff, Acrylglas oder lackierten Flächen wie Fensterrahmen können solche Mittel matte Stellen, Trübungen oder Abplatzungen verursachen. Die gelösten Farb- und Lösemittelreste gehören zudem in den Sondermüll und nicht in den Boden.

Bei größeren Graffitis, alter, eingetrockneter Farbe oder empfindlichen, porösen Fassaden wie Putz, Beton oder Naturstein stoßen Hausmittel dagegen schnell an ihre Grenzen. Hier ist ein professionelles, materialgerechtes Verfahren die sichere Wahl.

So entfernt der Profi Graffiti schonend

Ein Fachbetrieb wählt das Verfahren nach dem Untergrund. Auf vielen Flächen kommen ein schonendes Niederdruck- oder Heißwasserverfahren und speziell abgestimmte Graffitientferner zum Einsatz. Bei Klinker ist mit heißem Wasser unter Druck allerdings Vorsicht geboten, weil es Salze aus dem Stein löst und weiße Ausblühungen entstehen können. Für empfindliche oder denkmalgeschützte Fassaden eignet sich das Trockeneisstrahlen, das die Farbe rückstandsfrei absprengt, ohne die Oberfläche abzutragen. Das anfallende Schmutzwasser wird dabei aufgefangen und fachgerecht entsorgt. Genau darauf ist Purify spezialisiert.

Graffitischutz

Ist die Wand wieder sauber, lohnt sich der Graffitischutz von Purify. Dabei tragen wir eine transparente, wasserbasierte Schutzschicht auf, die in die Poren des Untergrunds eindringt und eine unsichtbare Barriere bildet. Sprühfarbe und Marker können so nicht mehr tief ins Material eindringen, sondern haften nur noch oberflächlich.

Der Schutz bleibt dabei farblos, vergilbt nicht und verändert weder Optik noch Haptik der Fassade. Weil er diffusionsoffen ist, kann die Wand weiter atmen, sodass Schimmel und Frostschäden vermieden werden. Neue Graffitis lassen sich anschließend meist schon mit Wasser oder einem milden Reiniger entfernen, ganz ohne aggressive Chemie oder Hochdruck.

Einmal aufgetragen, hält der Schutz bis zu zehn Jahre und übersteht bis zu 100 Reinigungen, bevor er erneuert werden muss. Bei Bedarf lässt er sich rückstandsfrei wieder abtragen, was ihn auch für denkmalgeschützte Gebäude geeignet macht. Geeignet ist das System für viele Untergründe wie Putz, Beton, Naturstein, Klinker und Metall, wobei wir es immer auf das jeweilige Material abstimmen. Gerade an oft besprühten Flächen spart das auf Dauer Zeit, Geld und Ärger.

Graffiti schonend entfernen lassen

Sie haben ein Graffiti an Ihrer Fassade? Melden Sie sich gern für ein kostenloses Erstgespräch oder sichern Sie sich eine kostenlose Probefläche. Wir schauen uns Material und Verschmutzung an und entfernen das Graffiti schonend, auf Wunsch gleich mit anschließendem Graffitischutz.

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